Zucht

Bei einem zur Zucht eingesetzten Hund muss ich überzeugt sein, dass die Gesundheit, der Charakter und die Leistung des Hundes in Ordnung sind.
Diesen hohen Ansprüchen genügen nur wenige Hunde - das war schon bei den Terrier- und den Brackenwürfen so und setzt sich bei den Deutsch Langhaar fort. Nicht alles ist planbar - ein Teil bleibt der Natur überlassen - und es ist ein ganz Teil Glück dabei.

 

Bei der Auswahl des Deckrüden vertrauen wir den Empfehlungen unseres Zuchtwarts. Wenn dann noch die eigenen Recherchen zum Rüden und seinem Umfeld passen, ist die Wahl getroffen.

 

Für die Jagd bevorzuge ich die kleineren Hunde, was auch die Entscheidung für den Zuchtrüden mitbestimmt.

 

Im Spätherbst 2021 planen wir einen letzten Wurf mit Indra.

Das ist noch lange hin und es kommt hoffentlich keine Krankheit, kein Auto oder eine Sau dazwischen. 
Schon jetzt halten wir nach einem Schimmelrüden Ausschau, denn es soll diesmal ein reiner Schimmelwurf werden.

Wir haben wunderschöne sehr dunkle Braune gezogen, aber ich halte die Schimmel für deutlich sichtbarer im Alltag und auf der Jagd.

 

B-Wurf aus Indra vom Fliethbachtal und Sami vom Schatzrain vom 13.04.2020, gew. 4/4

Beo vom Spessart
"Neo hat sich schon am ersten Tag bei uns eingelebt und war nach einer erstaunlich kurzen Zeit stubenrein.

 

Neben seinem hervorragenden Sozialverhalten  beeindruckt vor allem seine große Gehorsamkeit und die schnelle Auffassungsgabe.

Obwohl ich Erstführer bin, gilt Neo im Hundekurs als Klassenstreber, da er bereits nach wenigen Wiederholungen Übungen versteht und umsetzt.

Jetzt, mit 7 Monaten lässt er sich selbst aus leidenschaftlichem Spiel zuverlässig abrufen. Auch der Apport klappt sehr gut. Erst letztes Wochenende apportierte er zuverlässig eine Krähe,  obwohl kurz vor der Aufnahme überraschend ein anderer Hund  auftauchte und ihn zum Spiel aufforderte.

Kurz gesagt sind wir mit unserer Wahl rundum glücklich und bedanken uns an dieser Stelle bei Familie Hunold für die tolle Unterstützung."

Baldo vom Spessart :da ich als Forststudent derzeit im Praxissemester bei den Bayerischen Staatsforsten bin, konnte ich Baldo von klein auf super im Berufsleben integrieren, was die Bindung zwischen uns natürlich gestärkt hat. Jagdlich schlägt sich Baldo vor allem bei der Schweißarbeit sehr gut. Mit 5 Monaten machte er schon erste Erfahrungen mit Sauen im Übungsgatter. Hier war ich sehr erstaunt von seinen Leistungen, da er anhaltend Laut gegeben hat und stets bedacht war. Allgemein kann ich sagen, dass Baldo sehr bedacht ist und keine unüberlegten Handlungen macht, was auch eine große Erleichterung bei der Ausbildung ist. "

Bilbo vom Spessart

Bautz vom Spessart

Bonnie vom Spessart

Birke vom Spessart

Birte vom Spessart

Bayka vom Spessart



 

A-Wurf aus Indra vom Fliethbachtal und Hardy von der Walburg vom 20.05.2018, gew. 3/9

Ayko vom Spessart

Asra vom Spessart

Ava vom Spessart  Rufname: Kira

"Da ich oft wegen meines Hundes angesprochen werde und ich oft positive Resonanz auf den Jagden erhalte, aber neben dieser Begeisterung wie der Hund mit mir zusammen Jagd und geschickt werden kann auch eine gewisse Skepsis und Zweifel der Rasse gerecht werden zu können gegenübersteht,  hier ein paar Gedanken zu meinem 2,5 Jährigen Zusammenleben und Jagen  mit einem Deutsch Langhaar, Ava vom Spessart alias Kira: (Hier handelt es sich ausschließlich um meine eigenen Erfahrungen und Meinungen!!)

Zu aller erst bin ich, obwohl ich von klein auf mit Jagdhunden groß geworden bin (Bracken, Dackel und Schäferhunde) und Kira bereits mein vierter eigener Hund ist, immer wieder von neuem begeistert und erstaunt wie intelligent diese Hunde agieren und wie schnell sie sich neuen (Jagd- )Situationen anpassen können. Heute Stöbern, morgen im Feld jagen und abends ans Wasser auf Wasserwild- der Langhaar ist stets zu 100% dabei. Hier ist es auch schön zu sehen, wie schnell die Hunde Fortschritte in Ihrem Tun machen, z.B. rennt Kira nicht mehr blindlings in jede Dickung, vielmehr holt Sie sich Wind und umschlägt erst mal um zu prüfen, ob es sich lohnt, reinzugehen oder sie pirscht (sie schleicht wirklich J) mit mir durch den Wald, um gemeinsam Beute zu machen.

Wie immer gibt es hier zwei Seiten: Dieser unbändige Arbeitswille und die hohe Intelligenz der Hunde verlangt vom Führer einiges ab. Ein von der Leine lassen und zwei Stunden später wieder einfangen ist dem Langhaar bei Weitem nicht genug. Er will mit dem Führer zusammen arbeiten und Beute machen. Deshalb, obwohl diese Hunde für die meisten bildhübsch erscheinen, gehören Sie nur in passionierte Jäger-  und Hundehände. Wer sich einen Langhaar anschaffen möchte, sollte bereit sein, sich mit der Jagdhundeausbildung in allen Facetten zu beschäftigen und Spass an der Hundearbeit haben. Denn, wie bei allen Rassen gilt es für mich, den Hund möglichst zufrieden zu sehen und auszulasten und dies ist nicht mit einem Spaziergang an der Leine getan: Der Langhaar muss auch geistig sehr gefordert und ausgelastet werden. Nicht umsonst machen erfahrene Hunde z.B. auf der VGP Dinge, bei denen man oft nur noch staunen kann. Das heißt: neben einer regelmäßigen Jagdmöglichkeit, wo der Hund dabei sein kann (und wenn es nur abgelegt unter dem Hochsitz ist), sollte der Führer bereit sein, regelmäßig mit dem Hund zu üben und zu arbeiten z.B. Dummy Apport, Schleppen oder Wasserarbeit.  So ist es wirklich zu empfehlen, dem Hunde zu liebe, den Hund strukturiert von klein auf in allen Disziplinen durchzuarbeiten, auch wenn man dies im Moment womöglich nicht braucht.  Ich dachte mir bei Kira auch:  Das Vorstehen brauche ich sowieso nie und als bei den hiesigen Feldjägern bekannt wurde, dass ich einen solchen Hund führe, hatte ich prompt mehrere Jagdgelegenheiten in Feld und Flur… (wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich das mit dem Durchstehen immer noch nicht hinbekommen habe…) Die Jagdgelegenheiten auf Nieder-, Wasserwild etc. kommen oft mit einem brauchbaren Hund von selbst.

Hier ein paar Eigenschaften von Kira:

-        ausgeprägter Wach-und Schutztrieb

-        absoluter Familienhund (meine 2,5 jährige Tochter kann wirklich alles mit Ihr machen)

-        einerseits hochsensibel, andererseits enorme Schärfe

-        sehr verschmust und anhänglich

-        sehr stur und kopfstark

Vom Wille zur Gehorsamkeit  würde ich Kira als mittel - gut bewerten: Nicht wie mein alter Hovawart der Sitz nach zweimal! zeigen konnte, aber auch nicht so schwer erziehbar wie unser Dackel, der gemacht hat, was er wollte. Sie hat Lust zu lernen und zu gehorchen, ist aber vergleichsweise sehr stur und kopfstark. So hat es geschlagene 2 Jahre und harte Methoden gebraucht, ihr das Ziehen an der Leine abzugewöhnen…. Und wie bei allen Hunden gilt es die Triebe zu kontrollieren, welche bei Ihr sehr stark ausgeprägt sind.  Aber Vorsicht, leicht zu erziehen ist ein Hund dieser Rasse dennoch nicht, er braucht eine konsequente und stetige Erziehung. 

Neben der bereits genannten Allroundfähigkeit, bin ich immer wieder aufs Neue überrascht (und auch erschrocken) mit welcher Härte und Zielstrebigkeit Sie ans Werk geht, wenn es darum geht Lebewesen jeglicher Art (von der Maus bis zur Sau) zur Strecke zu bringen. Hier wird alles was überwältigt werden kann, ohne Vorwarnung und Kompromisse gepackt und am Platz gebannt. Damit muss man auch erst mal umgehen können, einen Hund zu haben, der in einem Moment mit der kleinen Tochter schmust und im anderen Moment das vorbeiziehende Raubzeug packt und beutelt. Nach jugendlichen Leichtsinnigkeiten und einigen verlorenen Hühnern und Katzen, haben wir uns hier arrangiert und Kira hat sich zu einem Meister in Sachen (verletztes) Wild auf den Drückjagden fangen entwickelt. Nun packt Sie Rehe am Träger und zieht Sie runter und Sauen am Haupt um Sie zu bannen, solange bis ich vor Ort bin und die abschließende Arbeit machen kann.

Auch kann Sie mittlerweile sehr gut zwischen Freizeit und Arbeit unterscheiden und jagd in der Freizeit, wenn es zur Hetze kommt, in der Regel nur ganz kurz an, wobei Sie auf Drückjagden auch mal über 10 Minuten weg ist.

Ein Hauptargument gegen einen solchen Hund, welches ich immer wieder höre: „Dann bist du zum Durchgehen verbannt“, kann ich widerlegen. Ich kann Kira problemlos anderen Treibern und Hundeführern mitgeben und ich selbst gehe dann auf den Stand. Hier orientiert Sie sich an der Person, welche Sie geschnallt hat und bereitet den Führern durch passioniertes Jagen und bannen von Wild Freude.

 

Abschließend ist zu sagen: Der Langhaar ist etwas für aktive Menschen, die sich viel bewegen wollen, mit dem Hund arbeiten wollen und mit Ihm zusammen Beute machen wollen. Es ist eine Rasse, die für den Führer jagd und wenig für andere und bei konsequenter stetiger Übung zu Dingen fähig ist, die man Hunden so nicht zugetraut hätte. Für mich persönlich ist das Beute machen zusammen mit dem Hund mittlerweile die schönste Form der Jagd geworden."

 Welpenimpressionen B-Wurf