Zucht

Bei einem zur Zucht eingesetzten Hund muss ich überzeugt sein, dass die Gesundheit, der Charakter und die Leistung des Hundes in Ordnung sind.
Diesen hohen Ansprüchen genügen nur wenige Hunde - das war schon bei den Terrier- und den Brackenwürfen so und setzt sich bei den Deutsch Langhaar fort. Nicht alles ist planbar - ein Teil bleibt der Natur überlassen - und es ist ein ganz Teil Glück dabei.

 

Bei der Auswahl des Deckrüden vertrauen wir den Empfehlungen unseres Zuchtwarts. Wenn dann noch die eigenen Recherchen zum Rüden und seinem Umfeld passen, ist die Wahl getroffen.

 

Für die Jagd bevorzuge ich die kleineren Hunde, was auch die Entscheidung für den Zuchtrüden mitbestimmt.

A- Wurf                                      20. Mai 2018

Beim ersten Wurf von Indra scheinen die Wahl des Zuchtrüden, Hardy von der Wallburg, und das notwendige Quäntchen Glück gepasst zu haben.
Die ersten Beobachtungen der Junghunde sind vielversprechend. Jetzt kommt es darauf an, wie sie durch die neuen Besitzer und die Umwelt geprägt und gefördert werden, denn nur bis zur 8./9. Woche kann ich, als Züchter, für möglichst optimale Bedingungen sorgen.

Die Welpen werden bei uns im Haus geboren, mit dem großen Vorteil einer fast lückenlosen Überwachung des Wurfs. Sie haben ständig menschlichen Kontakt, hören Stimmen, Musik, den Staubsauger und aus einer gewissen Entfernung die ersten Schüsse aus der Schreckschusspistole.
Frühe Zufütterung mit besten Zutaten entlastet die Hündin und man kann den Kerlchen beim Wachsen zu sehen. Kontrolle durch den Tierarzt und erste Entwurmung stehen auf dem Programm.


Mit ca. 5 Wochen ziehen die Welpen mit der Hündin in den "Waldzwinger", mit eigener Hütte, um. Dort nimmt die rasante Entwicklung, zwischen Bewuchs, Spielberg, Holzröhre, Brücke, Wippe und Bällebad unter freiem Himmel, ihren Lauf. Es ist die tiefe Befriedigung des Züchters, zu erleben, wie die Welpen wachsen und gedeihen, sich rangeln, fressen, schlafen und schon erste Charakterzüge zeigen.
Immer wieder werden Waldspaziergänge, Bacherkundungen und erste Autofahrten unternommen. Die Witterung von Sau, Fuchs, Krähe und Co werden erlebt, Ente und Kanin kommen später dran.
Mit der 8/9 Wochen sind alle traurig, aber andererseits auch froh, dass die wilde Meute langsam kleiner wird. Mit jedem Welpen verbinden wir den Wunsch, dass es ihm gut ergeht, dass er mit Familienanschluss gehalten wird und er sich zu einem brauchbaren Jagdhund entwickeln kann.

 

Das ist nun aber eine neue Geschichte und liegt in der Hand der neuen Mensch-Hunde Meute.