Abeno vom Spessart

 

Ein zur Zucht eingesetzter Hund muss gesund, klar im Kopf sein und meine hohen Ansprüche beim Jagen erfüllen.
Unser junger Rüde Abeno vom Spessart
 erfüllt diese Voraussetzungen und wurde bei DL Hessen als Deckrüde gemeldet.

 

Abeno lebt bei uns im Haus und ist, da dies berufsbedingt bei mir möglich ist, mein ständiger Begleiter.
Durch dieses enge Zusammenleben hat er mit uns eine nonverbale Kommunikation entwickelt, die uns immer wieder zum Schmunzeln bringt. Er liegt mit dem Kopf in der Futter- oder Wasserschüssel, wenn sie leer ist oder scheppert lautstark damit herum, wenn dieser stille Protest nicht das gewünschte Ergebnis bringt. Er bringt Schuhe wenn er raus will oder zieht einen bestimmt am Handgelenk zur Tür. Dieses Verhalten zeigt der Erste von unseren Hunden, was ihm keiner bei gebracht hat.

Mit seiner Halbschwester spielt er wüste Rauf- und Rennspiele, um gleich darauf wieder fast liebevoll mit ihr auf der Decke zu liegen. Wenn Indra ihre junge Tochter gar zu hart erzieht, packt er seine Mutter und zieht sie am Halsfell weg.

 

Brummereien oder gar Beißereien mit Artgenossen hat es bisher noch nicht gegeben und würde von mir auch konsequent unterbunden. Allerdings wackelt der Pickup, sobald sich jemand nähert. Im Haus fühlen wir uns gut bewacht.

Als Lehrling seiner Mutter jagd er kurz, sodass ich auch einen Hund habe, wenn ich ihn bei mir brauche, mit gutem Fährtenlaut und mit einer unbändigen Passion. Manchmal muss ich ihn bremsen, damit er sich nicht völlig verausgabt.

 

 

Haupteinsatzgebiet sind Drückjagden und große Entenjagden, bei denen er auch schon mal von 5 Hunden der Letzte im Schilf war, der an einer geflügelten Ente aufgegeben hat.
Inzwischen jagd er auch im Wald selbstständig und ohne seine Mutter, schlägt sich aber sofort bei, wenn eine kranke Sau zu binden ist. Bei Sauen hat er sich einen "Backengriff" angewöhnt und hält wie ein Schraubstock. Die Risikobereitschaft der Jugend, gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung, muss da wohl noch durch Erfahrungen gebremst werden.

Waschbären mag er überhaupt nicht. Da ist es dann auch mit dem sonst guten Gehorsam dahin und ein ganzer Brombeerbusch kann ins Wackeln kommen. Apropos Gehorsam: Abeno hat die Ruhe weg, was Spötter schon zu der Bemerkung verleitet hat, er sei ein "typischer Beamtenhund".

Ich lasse ihn gewähren, denn diese Ruhe kommt mir bei der derzeitigen Schweißausbildung sehr gelegen. Er bringt alles mit, was ich brauche: Einen ruhigen Hund, der wenn es gilt Feuer hat.
Zur Zeit jagd er mit meinem Sohn und seinem Bruder Ayko vom Spessart. Nach den begeisterten Schilderungen und dem breiten Grinsen meines Sohnes, weiß ich, dass die jungen Rüden richtig etwas bewegen.

Nobody is perfect. Abeno hat hin und wieder ein etwas lockeres Bindegewebe und die Lefzen und Augen sind dann geringfügig etwas offener als normal. Von Ektropium ist er, nach Beurteilung auf zwei Formwertschauen und seiner Prüfung, weit entfernt.

Ich habe etwas ausführlicher über Abeno geschrieben, denn die Entscheidung für einen Deckrüden ist beim Züchter keine einfache Sache.
Am Besten Ihr schaut Euch den Rüden selber an und wir reden miteinander.